Studium trotz schwieriger Umstände: Van Mai und Karolina Paluch
Van Mai und Karolina Paluch berichten von ihrem Weg, ein Studium aus einer Arbeiterfamilie heraus zu meistern. Ein persönlicher Einblick in ihre Herausforderungen und Erfolge.
POTSDAM, 26. Juni 2026 — Eigener Bericht
In einem kleinen, bescheidenen Zimmer in einer von Arbeitermigranten geprägten Nachbarschaft sitzen Van Mai und Karolina Paluch an einem Tisch, der mit Büchern und Notizen überhäuft ist. Das Licht einer einzigen Lampe wirft Schatten auf ihre konzentrierten Gesichter, während sie sich auf ihre Prüfungen vorbereiten. Es ist ein Bild, das nicht nur für ihren Alltag steht, sondern auch für den Kampf, den viele Studierende aus Arbeiterfamilien führen müssen.
Die beiden jungen Frauen erlebten eine Kindheit, die von ökonomischen Herausforderungen geprägt war. „Es war nie leicht, die nötigen finanziellen Mittel für das Studium zu finden“, erklärt Karolina. Beide stammen aus Familien, in denen der Zugang zu höherer Bildung nicht selbstverständlich war. Ihre Eltern arbeiteten oft in mehreren Jobs, um die Familie über Wasser zu halten. In diesem Umfeld blieb wenig Raum für akademische Ambitionen, doch Van Mai und Karolina waren entschlossen, ihren Weg zu gehen.
Herausforderungen meistern
Die Herausforderungen beginnen bereits bei der Bewerbungsphase. „Wir mussten nicht nur die Anforderungen der Universitäten erfüllen, sondern auch unsere Familienangelegenheiten jonglieren“, berichtet Van Mai. Viele Bewerber aus ähnlichen Verhältnissen haben oft nicht das Netzwerk oder die Ressourcen, um sich in der komplexen Welt der Hochschulbildung zurechtzufinden. Die Sorgen um finanzielle Unterstützung, Stipendien und der Zugang zu Hochschulen sind ständige Begleiter.
Aber die beiden Frauen lassen sich nicht von Rückschlägen entmutigen. Sie nutzen jede Gelegenheit, um sich weiterzubilden. „Die Universität ist nicht nur ein Ort zum Lernen, sondern auch ein Raum, um Verbindungen zu knüpfen“, betont Karolina. Mit der Zeit haben sie Netzwerke mit anderen Studierenden aufgebaut, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Diese Gemeinschaft bietet nicht nur Unterstützung, sondern auch Inspiration für das individuelle Studium.
Ein Blick in die Zukunft
Die Frage, wie es nach dem Studium weitergeht, bleibt für viele von ihnen eine ständige Ungewissheit. „Wir wissen, dass wir härter kämpfen müssen, um unsere Träume zu verwirklichen“, sagt Van Mai. Die Möglichkeiten, die sich nach dem Studium auftun, sind oft nicht einfach erreichbar. Dennoch bleibt der Glaube an die eigene Bildung und die damit verbundenen Chancen ein zentraler Antrieb.
Van Mai und Karolina haben ihre Geschichten in einem Blog dokumentiert, um anderen Studierenden aus ähnlichen Verhältnissen Mut zu machen. „Wir hatten nicht das Glück, in einer akademischen Familie aufzuwachsen, aber das bedeutet nicht, dass wir nicht erfolgreich sein können“, fasst Karolina zusammen. Ihre Botschaft ist klar: Bildung ist ein Schlüssel, und trotz aller Widrigkeiten ist es nie zu spät, diesen Schlüssel in die Hand zu nehmen.
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